2026 – ein Funke Mut?
In diesen Tagen der Besinnung zum kommenden Jahr verdanken wir dem Bund der Pfadfinder und unserem Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier als „gutes Motto (und) Wunsch für uns alle“ das Wort: “Ein Funke Mut“. *1)
1. Stimmen des Mutes gegen Resignation.
Wie viele Menschen mögen sich derzeit so ohnmächtig, so mutlos fühlen, dass sie sich vom internationalen Geschehen zurückziehen wollen? Verständlich in unserer Zeit der zerfallenden Weltordnung, der Ruchlosigkeit imperialer Ansprüche der USA unter Präsident Trump, Russlands unter Präsident Putin und Chinas unter dem “Überragenden Führer“ Xi Jinping!
Das Editorial der großen britischen Qualitätszeitung “The Guardian“ zum Ende des Jahres 2025 kann uns helfen, die Resignation zu überwinden: „Die zerbrechende multilaterale Ordnung hat zu einem neuen Zeitalter der Unsicherheit geführt. Dennoch kann mutiges und solidarisches Handeln den Weg in eine bessere Zukunft weisen … eine leidende Welt braucht Botschaften des Friedens, der Hoffnung und des guten Willens.“ *2)
Papst Leo XIV. betonte in seiner Weihnachtsbotschaft unsere Verantwortung für den “Weg des Friedens“ *3):
„Wenn jeder von uns – auf allen Ebenen – , … sich in die Lage der Leidenden versetzen und sich mit den Schwachen und Bedrängten solidarisieren würde, dann würde sich die Welt verändern.“ Deshalb fordert Papst Leo XIV.: „Lassen wir uns nicht von der Gleichgültigkeit gegenüber den Leidenden besiegen … Bitten wir … um Frieden und Trost für die Opfer aller gegenwärtigen Kriege in der Welt, insbesondere der in Vergessenheit geratenen“. *3)
2. 2025: Das gescheiterte Versprechen für Schutzrechte von 2005.
Die Bitten von Papst Leo XIV. haben den Rang universaler Forderungen für “Gerechtigkeit, Frieden und Stabilität“ sowie für die Schutzrechte der unter Kriegen und Gewalt leidenden Menschen.
Und damit sind Regierungen und internationale Organisationen gefordert: 2005 hatten die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen das “politische Versprechen“ gegeben, „Völkermord, Kriegsverbrechen, ethnische Säuberungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verhindern“ (responsibility to protect). *4)
Bereits nach einem Jahrzehnt indes zeigte sich: „Angesichts von mehr als 400.000 Toten im syrischen Bürgerkrieg, dem Völkermord an den Jesiden im Irak und ethnischer Gewalt im Südsudan wurden die mit dem Konzept der Schutzverantwortung 2005 verbundenen Erwartungen für viele bitter enttäuscht. Gewaltakteure morden, foltern, vergewaltigen und vertreiben weiterhin Millionen von Menschen jedes Jahr. Die Zahl der weltweit vertriebenen und geflüchteten Menschen erreichte 2016 mit rund 65 Millionen Menschen nach Angaben des Hochkommissars für Flüchtlinge (United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR) einen neuen Höchststand.“ A.a.O. S. 8). *4)
Und nach knapp einem weiteren Jahrzehnt musste der UNHCR im Juni 2025 feststellen: „Die Zahl der Menschen, die zur Flucht gezwungen wurden durch Verfolgung, Konflikte, Gewalt, Verletzung der Menschenrechte und Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung … hat sich nahezu verdoppelt.“ *5) Diese Zahl vertriebener Menschen war 2024 auf 123.2 Millionen gewachsen.
3. Größe des Leidens — in dürren Zahlen.
Zu dieser Tragödie unserer Zeit sind die folgenden Ergebnisse der Analysen von UNHCR als Warnung vor der mangelnden Verantwortung für den Schutz von Menschen vor „Völkermord, Kriegsverbrechen, ethnische Säuberungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ festzuhalten. *4) Eine Warnung, vor allem an die demokratischen Länder gerichtet, die sich als Rechtsstaaten verstehen, die an universale Werte und Menschenrechte gebunden seien.
- Filippo Grandi, Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge, fasst Ursachen und mögliche Ziele zusammen: „Wir leben in einer Zeit starker Unbeständigkeit in den internationalen Beziehungen. Die moderne Kriegführung hat eine fragile und erschütternde Situation geschaffen, die von großem menschlichem Leid geprägt ist … Wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln, um Frieden zu schaffen und dauerhafte Lösungen zu finden. Für Flüchtlinge und für andere Menschen, die gezwungen sind, aus ihrer Heimat zu fliehen.“ *6)
- Die größten Vertreibungen treffen folgende Länder: Den Sudan (14.3 Mio. Menschen vertrieben), Afghanistan (10.3 Mio.), die Ukraine (8.8 Mio.). Unter neuen Vertreibungen leiden Menschen in der DR Kongo, in Myanmar und im Südsudan. *6) Papst Leo XIV. hat in seiner Weihnachtsbotschaft “Gerechtigkeit, Frieden und Stabilität“ erhofft für die Länder, die von Krieg, Gewalt, Vertreibung oder Naturkatastrophen heimgesucht werden, und er hat weitere Länder benannt: den Libanon, Palästina, Israel und Syrien, Mali, Burkina Faso, Haiti, Thailand und Kambodscha. Die Völker Südasiens und Ozeaniens, die von den jüngsten verheerenden Naturkatastrophen schwer heimgesucht wurden, welche ganze Bevölkerungsgruppen hart getroffen haben. Und Papst Leo XIV. sagt der internationalen Gemeinschaft: „Angesichts dieser Notlagen lade ich alle ein, sich weiter entschieden und gemeinsam für die Leidenden zu engagieren.“ *3)
- Zu den Ziel- bzw. Aufnahmeländern der 123.2 Mio. vertriebenen Menschen wird von UNHCR festgestellt: „Mehr als zwei Drittel der Flüchtlinge weltweit leben im direkten Nachbarland. 73 Prozent aller Flüchtlinge haben Schutz in Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen gefunden. Fast jeder vierte Flüchtling, 23 Prozent, lebt sogar in Staaten, die zu den ärmsten Ländern der Welt gehören. Und 60 Prozent der Menschen, die gewaltsam vertrieben wurden, verlassen nicht einmal das eigene Land, sondern fliehen innerhalb ihres Heimatlandes. Nach Europa kommt nur ein Bruchteil der Vertriebenen.“ *6)
Die UNHCR-Untersuchungen zeigen uns, dass zu oft gerade in ärmeren Entwicklungsländern das Schutzversprechen der internationalen Gemeinschaft versagt.
Wenn das Ausmaß des Problems von Flucht und Vertreibung durch staatliche und nicht-staatliche Gewalt-Akteure mit Zahlen erläutert wird, ist zugleich festzustellen: Das Ausmaß des menschlichen Leides in Entwicklungsländern mit fragiler Rechtsordnung wird allzu leicht von den Erhebungsmethoden der UN unterschätzt.
Denn die „aktuelle Liquiditäts- und Finanzkrise der Vereinten Nationen hat unmittelbare Auswirkungen auch auf die UN-Friedensmissionen. Im Oktober 2025 hat UN-Generalsekretär António Guterres Notfallmaßnahmen für alle Friedenssicherungseinsätze angekündigt, um die Liquiditätskrise in diesem Bereich zu bewältigen … Um die Kürzungen zu erreichen, werden Missionen weiter verkleinert, Missionsstandorte geschlossen, wo sie oft am nötigsten sind, zivile Komponenten ausgedünnt und operative Risiken in Kauf genommen …“ *7)
4. Die Warnung: zunehmende Gewalt-Konflikte — abnehmende humanitäre Entwicklungshilfe.
Daher warnt der Vorsitzende des International Rescue Committee (IRC), David Miliband: Begrenzte Finanzmittel haben das United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) gezwungen, „ihren Untersuchungsbereich so einzuengen, dass nur noch über die am schwersten von Konflikten betroffenen Menschen berichtet werde“. Damit bestehe die Gefahr, dass „wir Dutzende von Millionen Menschen aus dem Blick verlieren, deren Lebensbedingungen sich nicht verbessern, und für die nicht einmal ausreichende Mittel vorhanden sind, um auch nur zu versuchen, ihren lebensnotwendigen Bedarf zu decken.“ *8)
Das IRC verbindet internationale humanitäre Hilfe mit Entwicklungszusammenarbeit.*9) David Miliband beurteilt die weltweiten Mittelkürzungen für diese Felder globaler Zusammenarbeit als “beschämend“: Denn trotz zunehmender Krisen würden Hilfsleistungen gekürzt, mit schwerwiegenden Folgen für die von Gewalt heimgesuchten Menschen. *8)
- Die Zahl der Gewalt-Konflikte habe “Rekord-Höhe“ erreicht, und diese dauern länger: 1950 = 18 Konflikte; 2010 = 31; 2015 = 54; 2020 = 57; 2024 = 61 Konflikte (*8) Siehe IRC Gesamtbericht 2026, S. 13).
- Die für 2025 geplanten Kürzungen von Entwicklungshilfe belaufen sich auf über 30 Mrd. US-$. 2024 seien die globalen Mittel für humanitäre Hilfe um über 50 % gekürzt worden.
- Die Länder des OECD Development Assistance Committee (DAC), das die 34 größten Geberländer von Entwicklungshilfe umfasst, geben von den “internationalen Hilfsfonds“ (“overseas aid funds”) mehr für Geflüchtete im eigenen Land aus als für humanitäre Hilfe, für Gesundheits- und Bildungsprogramme in den laut UNHCR (s. oben) vor allem betroffenen armen Entwicklungsländern.
- Die USA haben vor Donald Trumps aktueller „America-First“-Regierung „30 Cents von jedem Dollar für Entwicklungshilfe aufgebracht.“ Nunmehr hätten die USA 83 % ihrer Hilfsprogramme gestrichen.
- Die Kürzungen der humanitären Hilfe für Länder, die unter Krieg und Gewalt leiden, hätten allein im Jahr 2025 1.8 Mio. zusätzliche Todesopfer, darunter 700 Tausend Kinder, verursacht.
5. Neue internationale Ungerechtigkeit.
Der IRC-Vorsitzende David Miliband benennt eine neue Form stark wachsender internationaler Ungleichheit: Die bei weitem größte Ungleichheit ist die zwischen Menschen, die in stabilen Staaten geboren werden, und den Menschen, die in der wachsenden Zahl von Konflikt-Staaten geboren werden. *8)
Dies ist zugleich eine internationale Ungerechtigkeit, die umso gefährlicher wird, je mehr sich die wohlhabenden Länder vom Elend in der Welt abwenden. Indem sie sich nur noch darauf konzentrieren, eigenen Wohlstand zu schaffen und im Land zu verteilen, also sich in einer “Mein Land zuerst“-Haltung nach dem “America First“-Modell Trumps zu isolieren. Das werden die Diktaturen Putins und Xi Jinpings in ihrem internationalen Machtstreben nach Einfluss-Zonen in den Entwicklungsländern des “globalen Südens“ zu nutzen wissen.
Deshalb ist mit David Miliband und dem IRC vom demokratischen Westen, der sich seiner demokratischen Werte rühmt, zu fordern: Seht auf die Menschen dieser Welt, die unter Krieg und Gewaltkonflikten leiden, fliehen müssen oder dennoch standhalten. Und zeigt euch deren Beispiel von Widerstandskraft würdig, indem ihr selbst im Zeitalter zerbrechender Weltordnung durch Führungskraft beweist, dass Menschlichkeit noch durchgesetzt werden kann. *10)
Diese Aufgabe erfordert von den Regierungen des demokratischen Westens und ihren Völkern eine dramatische Aufstockung der humanitären Hilfe für Entwicklung und Stabilität in den fragilen Konflikt-Staaten. Die Gier ausländischer Mächte nach Gold und Rohstoffen treibt in Ländern wie dem Sudan das Morden. Das Elend im Sudan, wo die Hälfte der 45 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht ist, wird dort nicht bleiben. Die Demokratien des “Westens“ werden Rechenschaft ablegen müssen, wenn sie die Verantwortung für den Schutz menschlichen Lebens und der Menschenrechte nach zwei Jahrzehnten nicht endlich annehmen (responsibility to protect). *4)
Die Einsicht in die Notwendigkeit dieser Aufgabe und die strenge Ausrichtung finanzieller Prioritäten auf die internationale humanitäre Hilfe erfordert von unseren Regierenden und der Wählerschaft gewiss mehr als “einen Funken Mut“.
*1) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. REDE. Schloss Bellevue, 25. Dezember 2025. „Es gibt Zeichen von Hoffnung und Grund zu Zuversicht“. In seiner Weihnachtsansprache erinnert Bundespräsident Steinmeier an die Botschaft von Hoffnung und Zusammenhalt. Er würdigt Solidarität, Mut und gemeinsames Handeln – in persönlichen wie gesellschaftlichen Krisen – als Kräfte, die unsere Welt heller machen. Bundespräsident Steinmeier sagte: „Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die in jedem Jahr das „Friedenslicht aus Bethlehem“ nach Deutschland tragen, haben ihrer Aktion in diesem Jahr das Motto gegeben: ´Ein Funke Mut`. Das hat mich berührt …“ ; 25. Dezember 2025; https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2025/12/251225-Weihnachtsansprache.html
*2) The Guardian view on the festive season: a suffering world needs messages of peace, hope and goodwill. Editorial. Tue 23 Dec 2025; https://www.theguardian.com/commentisfree/2025/dec/23/the-guardian-view-on-the-festive-season-a-suffering-world-needs-messages-of-peace-hope-and-goodwill (Übersetzung rs).
*3) Wortlaut: Weihnachtsbotschaft von Leo XIV. beim „Urbi et Orbi“. Hier finden Sie die Ansprache, die Papst Leo XIV. am Ersten Weihnachtstag vor dem Segen „Urbi et Orbi“ gehalten hat, in ihrer offiziellen deutschen Übersetzung. 25/12/2025; https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2025-12/wortlaut-urbi-et-orbi-segen-papst-leo-xiv-weihnachten-rom-glaube.html? (Als nicht religiös-kirchlich Gebundener habe ich tief religiöse Begriffe (wie z. B. ´Gott` oder ´Kind von Bethlehem`) im Zitat ausgelassen. Gläubige mögen erkennen, dass die Worte von Papst Leo XIV. auch ohne Gottesbezug inhaltsschwer genug sind, rs).
*4) Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. UN-BASIS-INFORMATIONEN 55. Das Konzept der Schutzverantwortung (Responsibility to Protect). (Stand März 2017); https://dgvn.de/publications/PDFs/Basis_Informationen/BI55_20170612-web.pdf
*5) UNHCR. The UN Refugee Agency. GLOBAL TRENDS. FORCED DISPLACEMENT IN 2024. 12.06.2025; https://www.unhcr.org/sites/default/files/2025-06/global-trends-report-2024.pdf (A.a.O. S. 6. Übersetzung rs).
*6) Zahl der Vertriebenen weltweit erneut gestiegen. Gleichzeitig größte Finanzierungskrise in der Geschichte von UNHCR. 12. Juni 2025; https://www.unhcr.org/de/news/pressemitteilungen/zahl-der-vertriebenen-weltweit-erneut-gestiegen-0.
*7) Das System der UN-Friedenssicherung retten: Warum sich die Bundesregierung in der UN-Haushaltskrise engagieren muss. Erklärung des geschäftsführenden Vorstands der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN). 18.12.2025; https://dgvn.de/meldung/das-system-der-un-friedenssicherung-retten-warum-sich-die-bundesregierung-in-der-un-haushaltskrise-engagieren-muss
*8) David Miliband. International Rescue Committee (IRC), President and CEO. Emergency Watchlist. David Miliband announces launch of IRC Emergency Watchlist 2026. December 16, 2025; https://www.rescue.org/article/david-miliband-announces-launch-irc-emergency-watchlist-2026. (David Miliband war ein führender britischer Politiker der Labour Party und von 2007 bis 2010 Außenminister Großbritanniens. Seit 2013 ist er Präsident des International Rescue Committee mit Sitz in New York: „I am the child of Jewish immigrants and that is a very important part of my identity.“ Siehe zu David Miliband: Wikipedia, the free encyclopedia). Der Gesamtbericht des IRC für 2026 findet sich unter: https://www.rescue.org/sites/default/files/2025-12/Watchlist26-Report.pdf. (Übersetzung rs). Hinweis: 1933 half der aus Deutschland geflohene Albert Einstein bei der Gründung der Organisation, aus der das IRC hervorging, und die vielen Menschen die Flucht vor nationalsozialistischer Verfolgung ermöglichte. Siehe: IRC Gründungsgeschichte. Varian Frys Rettungsnetzwerk, Albert Einstein und die Anfänge des IRC; https://www.rescue.org/de/wer-wir-sind/albert-einstein-gruendungsgeschichte?
*9) Die über 24.000 Mitarbeiter*innen des IRC helfen „Geflüchteten, Vertriebenen und Aufnahmegesellschaften durch die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, sauberem Wasser, Unterkünften, Gesundheitsversorgung und Bildungsangeboten sowie Programmen zu Selbstbestimmung und Teilhabe, Schutz vor Gewalt und Schaffung von Einkommensmöglichkeiten.“ Somit verbindet das IRC internationale humanitäre Hilfe mit Entwicklungszusammenarbeit. International Rescue Committee (IRC Deutschland). Wer wir sind. IRC steht von Krieg und Krisen betroffenen Menschen zur Seite, um ihr Überleben zu sichern und den Wiederaufbau ihrer Existenz zu ermöglichen; https://www.rescue.org/de/wer-wir-sind
*10) Siehe *8): David Miliband announces launch of IRC Emergency Watchlist 2026. December 16, 2025; https://www.rescue.org/article/david-miliband-announces-launch-irc-emergency-watchlist-2026. Zitat: „The task is to match the courage of those living through crisis with leadership worthy of their resilience—and to prove that even in an age of disorder, humanity still has choices, and those choices still matter.“